Heinrich Loewe (geb. 11. Juli 1869 in Wanzleben bei Magdeburg, gest. 2. August 1951 in Haifa), war Bibliothekar, Autor und Zionist.
Seit 1889 studierte er orientalische Sprachen, Geschcihte und Philosophie an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin.
Am 10. September 1901 heiratet Loewe Johanna Auerbach.
Von April 1902 bis Februar 1903 gab Loewe als Verleger und Redakteur die Monatsschrift Der jüdische Student heraus.
im Frühjar 1902 kam die Tochter Hadassa Berta zur Welt.1
Loewe war Redakteur der Jüdischen Rundschau, dem „Organ der Zionisten Vereinigung für Deutschland“. Um 1912 war er Bibliothekar der Königlichen Universitäts-Bibliothek in Berlin.
Die Adressen: Marienstrasse 18 (4, 5), Fennstrasse 61 III, (9), Lehrterstrasse 14-15 (6, 7-8, 10, 11).
Dolorosa und Lilien
Dolorosa widmete Heinrich Loewe, „der mich zum Zionismus geführt hat“, das Gedicht Psalm 126. Diese war 1901 in der zionistischen Wiener Zeitung Die Welt erschienen ist, deren Herausgeber und verantwortliche Redakteur war Berthold Feiwel.
1912 veröffentlichte Loewe den Beitrag „Aus der Wurzeln unserer Kraft (Zu Liliens Bildern)“ über Ephraim Moses Lilien in der Zeitung Die Welt.2
Lebensreform
1918 gehörte Loewe zu den Initianten der Jüdischen Gartenstadt Berlin.3
Veröffentlichungen
- Neu-Judäa. Entwurf zum Wiederaufbau eines selbständigen jüdischen Reiches von C. L. K. Als Beitrag zur Vorgeschichte des Zionismus herausgegeben von Heinrich Loewe, Verlag Jüdische Rundschau, Berlin.
- Eine jüdische Nationalbibliothek, Jüdischer Verlag, Berlin 1905. Digitalisat.
- Die Sprachen der Juden, Jüdischer Verlag, Köln 1911. Online
- Die Juden in der katholischen Legende, Jüdischer Verlag, Berlin 1912. Digitalisat
- Schelme und Narren mit jüdischen Kappen, Welt-Verlag, Berlin 1920. Digitalisat
- Jüdisches Bibliothekswesen im Lande Israel, National- und Universitätsbibliothek, Jerusalem 1922.
Veröffentlichungen in Periodika
- „Aus meinem Märchenbuche“, in: Jung Juda (Prag), 2. Jahrg., 20. Dezember 1901, Nr. 7, S. 104-106. Online
Links
- Heinrich Loewe, Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia.
- Loewe, Heinrich Eliakim, Beitrag von Heinz Nowak im Magdeburger Biographisches Lexikon.
- Loewe, Heinrich Eliakim, Beitrag von Utz Maas auf der Website Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933-1945.
- The papers of Heinrich Loewe (1869–1951), Suchhilfe zum Bestand der Sha’ar Zion-Beit Ariela Zentralbibliothek in Tel Aviv.
- Vgl. Der jüdische Student, 1. Jahrg., Juli 1901, Nr. 4, S. 64, Online. [↩]
- Die Welt (Wien), 16. Jahrg., 29. März 1912, Nr. 13/14, S. 391-395, Online. [↩]
- Vgl. Jüdische Gartenstadt Berlin auf der Website edigoetschel.ch. [↩]