Der jüdische Student

Titelleiste Der jüdische Student, 1902.

Von April 1902 bis April 1903 gab Heinrich Loewe als Verleger und Redakteur der Monatsschrift Der jüdische Student, dem Organ des Bundes Jüdischer Corperationen.1 Die letzte Ausgabe des ersten Jahrgangs im März 1903 erschien ohne Hinweis auf einen Verleger und Redakteur. Als Fortsetzeung erschien „Der Jüdische Student“ ab April 1904 herausgegeben von Emil Cohn.

Bis Juni 1902 erschien die Zeitschrift ausschliesslich für Mitglieder der Vereine jüdischer Studenten, ab Juli 1902 auch für Nichtmitglieder.2

Der Bund Jüdischer Corperationen

die erste Nummer eine Seite mit Neuerscheinungen (Nr. 1), „Vertrauliches“ (Nr. 1), Nachrichten (Nr. 2), einen „Sprechsaal“ (Nr. 3), Literaturberich (7/8) einem Briefkasten, Vereinsnachrichten (Nr. 2), Berichten von Hochschulen und Universitäten, Berichte über Veranstaltungen wie den „Bundestag“, die Aktivitäten der Sektionen, Personalia.

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Unterschiedlicher Umfang 20 Seiten (Nr. 9, Nr. 11), 16 Seiten (Nr. 4, Nr. 10), 14 Seiten (Nr. 12)
Verschiedene längere Beiträge sind nicht gekennzeichnet, so auch ein „Katechismus der Juedenfrage“, der ab Ausgabe Nr. 2 erschien. Möglicherweise stammen sie aus der Feder von Loewe.

Zu den Mitarbeitern gehörte ab Nr. 3 war der Jurist, Rabbiner und Autor Max Eschelbacher.

In der Nr. 2 wird darauf hingewiesen, dass Ephraim Moses Lilien zusammen mit Maxim Gorki ein von ihm illustriertes Sammelwerk der neuhebräischen Litteratur in russischen Übersetzungen vorbereite.3 Dazu wird als N.B. ausdrücklich bemerkt: „Gorki ist Russe, nicht Jude.“

Veröffentlichungen von Heinrich Loewe

  • „Zur Einführung“, in: Der jüdische Student, April 1902, Nr. 1, S. 1-3. Online
  • „Lesehalle und Judenfrage“, in: Der jüdische Student, Dezember 1902, Nr. 9, S. 131-136. Online
  • „Barkiden und Makkabäer“, in: Der jüdische Student, Dezember 1902, Nr. 9, S. 136-142. Online
  • „Nation und Nationalismus“, in: Der jüdische Student, Oktober/November 1902, Nr. 7/8, S. 110-122. Online
  • „Jüdisches Selbstbewusstsein“ (gezeichnet H. L.), in: Der jüdische Student, März 1903, Nr. 12, S. 200-201. Online

Veröffentlichungen von Max Eschelbacher

  • „Unser Verhältnis zum Judentum“, in: Der jüdische Student, Juni 1902, Nr. 3, S. 35-36. Online
  • „Vom altjüdischen bürgerlichen Recht“, in: Der jüdische Student, August 1902, Nr. 5, S. 69-70. Online
  • „Erfolglose Judengesetze“, in: Der jüdische Student, September/Oktober 1902, Nr. 7/8, S. 103-105. Online
  • „M. A. Klausner. Die Gedichte der Bibel“ (Buchesprechung), in: Der jüdische Student, September/Oktober 1902, Nr. 7/8, S. 123. Online
  • „Konzentration“, in: Der jüdische Student, Januar 1902, Nr. 10, S. 167-169. Online
  • Zur Naturlehre der Assimilation, in: Der jüdische Student, März 1903, Nr. 12, S. 198-199. Online
  1. Vgl. Der jüdische Student, Digitalisate der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg (Frankfurt am Main). []
  2. Vgl. Anzeige in Dr. Bloch’s Oesterreichische Wochenschrift, 19. Jahrg., 1. August 1902, Nr. 31, S. 520, Online. []
  3. Vgl. Der jüdische Student, Mai 1901, Nr. 2, S. 9, Online. []

Letzte Änderung: 4. Januar 2026.