1887
Karl Henckell lässt sich in Zürich nieder und beginnt ein Studium an der Universität Zürich (Matrikelnummer 7869 der Matrikeledition der Universität Zürich).
Der Gedichtband Strophen erscheint.
1888
Henckells Gedichtband Amselrufe. Neue Strophen erscheint.
Henckells Gedichtband Amselrufe und John Henry Mackays Sturm, die beide im Verlags-Magazin (J. Schabelitz) in Zürich erschienen sind, werden aufgrund des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie verboten.
2. Februar, in der Züricher Post, die Jakob Schabelitz in seinem Verlag herausgibt, erscheint Henckells Lockspitzellied.
1890
Diorama von Henckell erscheint.
Die zweite Auflage von Henckells Gedichtband Amselrufe erscheint.
30. Januar, Der Regierungsrat erteilt Henckell das Bürgerrecht des Kantons Zürich und bestätigt das Bürgerrecht der Gemeinde Stallikon.
1891
Henckells Gedichtband Trutznachtigall erscheint.
1892
Lilien gewinnt einen Wettbewerb zur Gestaltung einer Ehrenbürgerurkunde der Stadt Drohobycz.
22. bis 25. August, Henckell nimmt vom an dem von Bertha von Suttner präsidierten Friedenskongress in Bern teil und lernt seine spätere Frau Anny Haaf-Haller kennen. Für die Veranstaltung schreibt er das [[Friedenslied zum internationalen Friedenskongress in Bern]], das Bertha von Suttner gewidmet ist, und den den Gruss an den Friedenskongress in Bern 1892.
1893
Das Buch der Freiheit von Henckell erscheint in Berlin.
6. bis 13. August, Anlässlich des Internationalen Sozialistischen Arbeiterkongresses in Zürich wird als Begrüssungshymne ein Gedicht von Karl Henckell, vertont vom Wiener Komponisten Joseph Scheu, vorgetragen.
1894
Zwischenspiel von Henckell erscheint. Das Bändchen enthält das Gedicht [[Elodie]], das Frank Wedekind gewidmet ist.
1895
Henckell beginnt mit der Veröffentlichung der Reihe [[Sonnenblumen]].
Die Schweizer Dichtermappe erscheint. Darin ist Henckell mit einem Beitrag vertreten neben Gottfried Keller, Adolf Frey oder Carl Spitteler sowie Leopold Jacoby.
Die Monographie Karl Henckell. Ein moderner Dichter von Franz Blei erscheint.
1896
15. Juli, Henckell widmet dem Samariterverein Neumünster in Zürich das Gedicht Dem Samariterverein Neumünster zu seiner 10jährigen Stiftungsfeier zu dessen 10jähriger Stiftungsfeier.
1897
20. April, Karl Henckell und Anny Haaf-Haller heiraten in Zürich.
16. Oktober, Aus Anlass des 70. Geburtags von Arnold Böcklin veröffentlicht Karl Henckell in seinem Verlag eine Sammlung von Gedichten unter dem Titel Arnold Böcklin gewidmet von Karl Henckell.
Im Verlag von Henckell erscheinen 12 Postkarten mit Porträts und Versen von Dichtern (Gottfried Keller u. a.). Die Rahmen der Porträts stammen von Fidus.
1898
Die Sammlung Gedichte von Karl Henckell erscheint im eigenen Verlag. Der Band enthält ganzseitige Illustrationen und zahlreiche Vignetten von Fidus.
Der Maler Arnold Böcklin wird 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass widmet Henckell ihm das Gedicht [[Zum 70. Geburtstag des Künstlers]].
In Henckells Verlag erscheinen die [[Sonnenblumen-Postkarten]]. Zudem sollen 12 Komponisten-Postkarten mit Rahmenzeichnungen von Fidus erscheinen (Beethoven, Mozart, Weber, Wagner, Chopin, Rossini, Flotow, Schubert, Kreutzer, Brahms, Lortzing, Mendelssohn-Bartholdy).
1900
Anlässlich der Heirat von Fidus und Elsa Knoll stellt Otto Grautoff eine Mappe mit 46 Blättern zusammen, darunter Beiträge von Karl Henckell, Thomas Mann und Rainer Maria Rilke
Henckell und Frank Wedekind werden Mitglieder des in München gegründeten Goethebunds zum Schutze freier Kunst und Wissenschaft mit dem Zweck, „die Freiheit der Kunst und der Wissenschaft im Deutschen Reich gegen Angriffe jeder Art zu schützen“.
1901
21. Oktober, Der 1. Literarische Abend des Lesezirkels Hottingen im Grossen Tonhallesaal in Zürich ist der Erinnerung an Arnold Böcklin gewidmet. Die Würdigung nahm der Kunsthistoriker Heinrich Wölfflin vor. Umrahmt wurde die Feier von musikalischen Darbietungen des Tonhalleorchesters. Am Schluss wurden Böcklin-Lieder von Karl Henckell rezitiert und durch Böcklins Bilder angeregte Metamorphosen des Komponisten Hans Huber vorgetragen.
Henckell zieht nach Rüschlikon bei Zürich. Gleichzeitig verlegt der Verlag Karl Henckell & Cie. den Geschäftssitz dorthin.
Henckell gehört zu den Mitunzeichnern für ein Denkmal für Georg Herwegh in Liestal.
1902
Karl Henckell veröffentlicht in seinem Verlag die Sammlung Aus meinen Gedichten. Den Buchschmuck gestaltete Fidus.
Oktober, Karl und Anny Henckell ziehen nach Berlin-Charlottenburg um.
