Der Gedichtband Görzer Lieder. „Oesterreichs Nizza“ in froh und ernsten Reimen mit 20 Gedichten veröffentlichte Leopold Schwarz 1886 oder 1887 im Eigenverlag.1
Dank eines launischen Hinweises im Neuen Wiener Tagblatt ist ein oder ein Teil eines der Gedichte überliefert.2
„“
Aber wehe, Wehrmuthstropfen,
Ach, die fließen auch in Görz;
Schmerzliche Gefühle pfropfen
Sich ins theilnahmvolle Herz.
Görz, wie könnte ich vergessen,
Daß nicht Alle hier gesund;
Traurig flüstern die Cypressen
Ach, von manchem Lebensschwund!
Spottet nicht, ihr losen Spötter,
Daß mir Görz so gut gefällt;
Imposanter, doch nicht netter
Schien mir anderwärts die Welt.
O, Görz, Du nahmst gefangen
Im Nu, mein ganzes Sein,
Als wär mir just vergangen
Ein dumpfer Herzensstein.
- Vgl. Zeitschrift des deutschen und österreichischen Alpenvereins, 20. Bd., 1989, S. 549, Online. [↩]
- konstatiert „Ein neuer Reim auf Herz ist entdeckt worden.“ und fügt dem Gedicht oder Auszug aus dem Gedicht an: „Merkwürdig, daß in so guter Luft so schlechte Gedichte gemacht werden können!“ Neues Wiener Tagblatt (Ausschnitt), 22. Jahrg., 15. Januar 1888, Nr. 15, S. 9, Online. [↩]
