Joseph Nathan Königsberger (geb. 17. Februar 1837 in Krefeld, gest. 1897 in Aachen) war der Sohn eines vermögenden Lederhändlers, der als Rentner von Remagen nach Krefeld zog.1
1862 wurde Königsberger neben Isaak Rüdenberg Mitinhaber der Handelsgesellschaft Königsberger & Rüdenberg in Krefeld.2
1870 wurde er Mitinhaber der neu gegründeten Handelsgesellschaft Rüdenberg, Mastbaum & Cie. in Krefeld.3
Zudem war Königsberger an der Krefelder Kunstseidenweberei beteiligt.4
Im Herbst 1884 zog Königsberger von Krefeld nach Aachen um.5 Zum Standort Aachen bemerkt Andreas Lorenz in seiner Geschichte der jüdischen Tuchfabrikanten Aachens:6
Aachen war in den 1880er-Jahren ein höchst attraktiver Standort für einen Einstieg in die im Umbruch befindliche Tuchindustrie, denn die Umstellung von den überwiegend einfarbigen, schweren, gewalkten und gerauten Streichgarntuchen hin zu modischen, gemusterten Kammgarnqualitäten war in vollem Gange. Die 1883 von den Aachener Tuchfabrikanten gegründete Webschule sorgte für Nachwuchs an gut ausgebildeten Webern und Dessinateuren.
1893 ist Königsberger zusammen mit Hugo Teilhaber und Jakob Abraham Teilhaber der neu gegründeten Kollektivgesellschaft Königsberger, Schimmelburg & Cie. in Zürich.7
Nach seinem Tod 1897 im Alter von erst 60 Jahren führte seine Frau Jeanette Königsberger seine Geschäfte weiter.
Quellen
- Todesanzeige Joseph Königsberger, in: Neue Zürcher Zeitung, 118. Jahrg., 2. Oktober 1897, Nr. 273, S. 4. Online
Literatur
- Andreas Lorenz, Arisierung und Wiedergutmachung. Ein Beitrag zur Geschichte der jüdischen Tuchfabrikanten Aachens, Aachen 2023. Online (Academia) und Online
Links
- Umfassende genealogische Informationen in: Andreas Lorenz, Arisierung und Wiedergutmachung. Ein Beitrag zur Geschichte der jüdischen Tuchfabrikanten Aachens, Aachen 2023, Online. [↩]
- Sammlung der deutschen Handels-Register. Erster Band, 1862, Köln, S. 72, Online. [↩]
- S. 2596, Online [↩]
- Andreas Lorenz, Arisierung und Wiedergutmachung, S. 196. [↩]
- Online [↩]
- S. 197 [↩]
- 7. Januar 1893, Online. [↩]