m. Hamburg, 4. Februar. Die Jüdische Schülerwandergruppe tritt soeben mit einer Neueinrichtung an die Oeffentlichkeit, welche Beachtung bei Eltern und Erziehern verdient: der Landarbeit. Der Verein hat sich in Niendorf ein zunächst einen Morgen großes Landstück gepachtet, um dasselbe von seinen jugendlichen Mitgliedern gemeinsam nach Art der Schrebergärten bebauen zu lassen. Ein genügend großer Platz in der Mitte des Landes ist vorgesehen, um als Tummelplatz für die teilnehmenden Kinder zu dienen. Hier steht auch eine Hütte mit seitlich angefügten Lauben, die Schutz bei schlechtem Wetter bieten und die Geräte usw. aufnehmen soll. Durch diese Neueinrichtung bietet der Verein seinen Mitgliedern Gelegenheit zu gesunder und stärkender Bewegung im Freien bei Vermeidung jeglicher Kosten. Daneben soll die Hauptaufgabe des Vereins, das Wandern, in gleichem Maße wie bisher erfüllt werden. Wanderungen finden im Sommer regelmäßig, im Winter nur an schulfreien Tagen statt. Auch hierbei werden die Kosten durch Zuschüsse sowie durch Fahrpreisermäßigungen möglichst verringert, so daß der Jugend die Teilnahme ziemlich allgemein gestattet ist.
Der Gemeindebote (Berlin), 80. Jahrg., 11. Februar 1916, Nr. 6, S. 2. Online