Jüdische Kleingärten

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Im deutschsprachigen Raum gab es verschiedene Versuche, jüdische Kleingärten einzurichten, oder Schrebergärten, Heimgärten, Familiengärten, Mietgärten, Anbaugärten, Gartenkolonien oder Laubenkolonien, wie sie auch genannt werden.

Die ersten jüdischen Kleingärten in Wien und Ende 1915/Anfang 1916 Hamburg entstanden im Zusammenhang mit der jüdischen Wanderbewegung, die in der Tradition des Wandervogels stand und somit Kinder und Jugendliche ansprechen sollte. Auch die seit 1916 bestehenden „Garten-Kolonien der jüdischen Jugend“ in Krakau waren für Kinder gedacht.

Ihr Ziel war als Erweiterung des Wanderns vorrangig der Aufenthalt in der freien Natur, dazu die Aneignung von Gartenarbeit.

Kleingärten in Wien, München und Krakau

Jüdischen Kleingärten in Wien

Jüdischen Kleingärten in München

„Garten-Kolonien der jüdischen Jugend“ in Krakau

Hamburg

Ende 1915/Anfang 1916 pachtete die Jüdische Schülerwandergruppe ein Landstück im Hamburger Stadtteil Niendorf, um es „nach Art der Schrebergärten“ zu bebauen. Es sollte „Gelegenheit zu ge­sunder und stärkender Bewegung im Freien“ bieten.

Breslau

Im Frühjahr 1917 wurde in Breslau der „Anbaugarten der Lessingloge“ eröffnet. Das Gelände war in 75 Parzellen a 100 qmi aufgeteilt, besass eine ein Unterkunftsbau Umkleideräumen und Gerätekammern und besass einen ca. 230 qm grossen Schulgarten.1

Literatur

Moshe Zimmermann, „Juden jugendbewegt“, in: S. 105-112.

Hamburg

  • David Katz, „Jüdische Jugendgärten“, in: Der Jude, 2. Jahrg. 1917/18, Heft 10-11, S. 678-682. Online
  • [[„Aufruf zur Gründung jüdischer Kleingärten“|Aufruf zur Gründung jüdischer Kleingärten]], erstmals in: Das Jüdische Echo, 6. Jahrg., 19. September 1919, Nr. 38, S. 452. Online
  • Nathan Chavkin, „Das Problem ‚Jüdischer Kleingärten'“, in: Mitteilung des Daniel-Bundes, Nr. 2, 9. Januar 1920, S. 5-8. Online
  • Jüdische Schrebergärten, in: Jüdische Nachrichten für die deutschösterr. Provinz, 9. Januar 1920.
  1. Online [↩]

Letzte Änderung: 23. Oktober 2026.