„Garten-Kolonien der jüdischen Jugend“ in Krakau

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Mit der Einrichtung der „Garten-Kolonien der jüdischen Jugend“ in Krakau wurde im März 1916 auf einem Grundstück der alten Rennbahnwiese (Błonia-Wiesen) in Krakau begonnen. Initiant war der Ingenieur Pinchas Goldwasser.

Im Hinblick auf den Jüdischen Kongress in Moskau 1918 erwähnt Heinrich Margulies als Aufgabe zur Erziehung zum Wirtschaftsleben die Garten-Kolonie als Vorbild:1

Es sind Gartenbauschulen zu errichten, in denen Garten- und Gemüsebau sowie Hand­fertigkeit etc. unterrichtet wird. Hier liegt in den unter der Leitung des Ing. Goldwasser stehenden Gartenhalbkolonien in Krakau bereits eine Musterarbeit vor, deren Erfolg zur Nach­ahmung anspornen wird. Wenn man sieht, was hier bei ganz geringen Mitteln die Initiative eines Einzelnen vermochte, kann man ungefähr er­messen, wieviel schlummernde Kräfte durch eine zielbewußte Mobilisierung nutzbar gemacht wer­den könnte.

Pinchas Goldwasser

Während seines Studiums in Wien war Goldwasser Mitglied der Vereinigung jüdi­scher Hochschüler aus Galizien „Bar Kochba“, deren Präsident er 1901 wurde.2 Die Vereinigung …3

1916 ist Goldwasser als Spender des Jüdischen Nationalfonds sowohl mit dem Ertrag aus dem Gemüsegarten der Kolonie und anlässlich der Erlangung der behördlichen Autorisation als Zivilingenieur.4

Weitere Hinweise

In einem Eintrag im Amtsblatt wird Goldwasser als Käufer einer Liegenschaft in Krakau 1931 aufgeführt.5

Dokumente

  1. Heinrich Margulies, „Zum jüdischen Kongreß“, in: Jüdische Zeitung (Wien), 12. Jahrg., 18. Februar 1918, Nr. 6, S. 2, Online. [↩]
  2. Vgl. Die Welt (Wien), 5. Jahrg., 15. November 1901, Nr. 46, S. 12, Online. [↩]
  3. Vgl. zur Vereinigung den Eintrag Bar Kochba Association von Kateřina Čapková in The YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe. [↩]
  4. Mitteilungen des „Jüdischen Nationalfonds“, in: Jüdische Zeitung (Wien), 10. Jahrg., 22. Dezember 1916, Nr. 50, Online [↩]
  5. Online [↩]

Letzte Änderung: 24. Oktober 2026.