Jüdischen Kleingärten in München

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In München erklärte der Daniel-Bund die Schaffung jüdischer Kleingärten zu einem zentralen Anliegen und veröffentlichte im Sommer 1919 einen entsprechenden Aufruf. Im August lud der Bund zur Besichtigung verschiedener städtischer Familiengärten ein.1

Der Bund seinerseits wandte sich an die Mün­chener Stadtverwaltung mit der Bitte, ein eigenens Stück Land für jüdische Familien bereitzustellen.2 Mit Erfolg, wie Das Jüdische Echo berichten konnte:

Das Mietgärten-Referat im Stadtrat will nun diesem Gesuch in weitestgehendem Maße entsprechen und ist bereit, je nach der Anzahl der jüdischen Teilnehmer an diesen Gärten, ent­weder ein ganzes Areal mit vollständiger Einrich­tung und Bewachung für die Juden herzuTichten oder eine geschlossene Abteilung in einer neu zu gründenden Mietgärtenanlage den jüdischen Pächtern bereitzustellen.

Dokumente

Aufruf zur Gründung jüdischer Kleingärten

Der Aufruf erschien wiederholt in:

Das Jüdische Echo (München), 6. Jahrg., 27. Juni 1919, Nr. 26, S. 308. Online
Das Jüdische Echo (München), 6. Jahrg., 4. Juli 1919, Nr. 27, S. 319. Online

  1. Das Jüdische Echo (München), 6. Jahrg., 1. August 1919, Nr. 31, S. 369, Online. [↩]
  2. „Der Münchener Stadtrat und die jüdische Kleingartenfrage“, in: Das Jüdische Echo (München), 6. Jahrg., 19. September 1919, Nr. 38, S. 451, Online. [↩]

Letzte Änderung: 23. Oktober 2026.