1900 erschien Juda. Gesänge mit Gedichten von Börries, Freiherr von Münchhausen und Illustrationen von Ephraim Moses Lilien. Von Münchhausen war mit Lilien befreundet, verkehrte wie dieser im Kreis Die Kommenden und stand auch mit Fidus in Kontakt.
Von Münchhausen, der im gleichen Jahr wie Lilien zur Welt kam, gehörte zu den Neubelebern der deutschen Ballade.
1925 wurde er Schriftleiter von Volk im Wort, einer Beilage der nationalsozialistischen Zeitschrift Volk und Rasse. 1933 unterzeichnete er zusammen mit 87 Schriftstellern das „Gelöbnis treuester Gefolgschaft“ für Adolf Hitler. 1944 wurde er in die „Gottbegnadeten-Liste“ der wichtigsten Schriftsteller des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda unter Joseph Goebbels aufgenommen.
Juda. Gesänge von Börries, Freiherrn v. Münchhausen, Buchschmuck von E. M. Lilien, Lattmann Verlag, Berlin 1900. Digitalisat
Ost und West
Die Zeitschrift Ost und West veröffentlichte in der ersten Ausgabe eine Besprechung des Buchs von Theodor Zlocisti1 mit drei Proben, einer Vignette, und verkleinert die Seite mit dem gerahmten Gedicht Euch und die Doppelseite Michael und Asmodai2.
- Passah, Juli (Heft 4), Sp. 225-226. Online
Jüdische Kunst, 20. Juli 1900-
Dokumente
- Börris, Freiherr von Münchhausen, Wie das Buch „Juda“ entstand, in: Die Welt (Wien), 3. April 1901..
Besprechungen
- Martin Buber, „Das Buch Juda“, in: Die Welt (Wien), 4. Jahrg., 14. Dezember 1900, Nr. 50, S. 10-12. Online
- Theodor Zlocisti, „Juda“, in: Ost und West, 1. Jahrg., Heft 1, Sp. 63-68. Online
- „Ein Zionistischer Christ“, in: Pester Lloyd, (Budapest), 24. Januar 1901, Nr. 21, S. 2-3. Online
- „Juda“, Israelitische Gemeindezeitung (Prag), 1. Februar 1901.